Deutschland und der Antibiotika-Globus

Fakten und Prognosen

Die deutsche Antibiotikareduktion verläuft beispielhaft. Allein im Jahr 2016 wurden
62,36 Tonnen weniger Antibiotika in der Schweine- und Geflügelhaltung innerhalb des QS-Systems eingesetzt. Das entspricht einem Minus von 11,4 Prozent. Diese Zahl ist umso bedeutsamer, da die Tierhalter des QS-Systems rund 95 Prozent des deutschen Schweine- und Geflügelfleischs produzieren.

In den nachfolgenden Grafiken blicken wir nicht nur auf die aktuellen Zahlen aus Deutschland, sondern auch auf den gesamten “Antibiotika-Globus” und auf die für andere Produktionsländer prognostizierte Entwicklung der Antibiotikazahlen geschaut. Dabei fällt auf: Wer international mit Fleisch handelt, der muss auch den Antibiotikaeinsatz in den Produktionsländern im Auge behalten. Ganz besonders gilt das für den, der sich an das eigentliche Ziel aller Anstrengungen erinnert: Die Eindämmung von resistenten Bakterien, die für Mensch wie Tier gefährlich werden können. Weiterlesen

„Wer über Tiere spricht, macht den Menschen zum Thema“

TierethikInterview zum Thema Tierethik mit Prof. Dr. Herwig Grimm

Er gehört zu einer besonderen Spezies: Prof. Dr. Herwig Grimm absolvierte eine Ausbildung zum Landwirt und lehrt heute als Professor für Philosophie. Auch angehende Tierärzte sitzen in seinem Hörsaal. Sein Thema: Tierethik.

Frage: Professor Grimm, wo unterscheiden sich Tierethik und Tierschutz?

Prof. Dr. Herwig Grimm:  Ein Tierethiker ist nicht automatisch Tierschützer. Tierethiker beschäftigen sich mit dem moralischen Verhältnis von Mensch und Tier, wir reflektieren es wissenschaftlich, um es besser zu verstehen. Auch wenn das so gewonnene Wissen gesellschaftspolitische Relevanz besitzt, ergreifen wir keine Partei, wir sind keine Schiedsrichter und auch keine Entscheidungsträger.


Frage: Dieser Punkt scheint Ihnen am Herzen zu liegen …

Grimm:  Oh ja. Ethiker versuchen, Konflikte zu verstehen und Lösungsideen zu bieten. Es geht auch darum, Brücken zu bauen, damit sich etwas bewegen kann. Moralisierte Debatten, deren Zielrichtungen schon im Vorfeld feststehen, zementieren nur die Fronten. Weiterlesen

Interview mit QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff zum Thema Ferkelkastration

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff

Wird Deutschland ab 2019 durch das Ende der betäubungslosen Kastration von billigen Importferkeln überrollt? Dagegen stemmt sich QS, wie Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff im Interview erklärt.

Wochenblatt: Durch das Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2019 steigen in Deutschland die Produktionskosten, während die europäische Konkurrenz weiterhin ohne Betäubung kastrieren darf. Da muss man doch nur zwei und zwei zusammenzählen, um vorauszusehen, dass die Exportwelle aus Holland oder Dänemark anschwillt.

Dr. Hermann-Josef Nienhoff: Zu diesem Ergebnis ist auch die Wirtschaft in einer Situationsanalyse gekommen, die wir im Herbst 2016 veröffentlicht haben. Darin werden deutliche Strukturveränderungen in der deutschen Schweinehaltung vorhergesagt, vor allem in der Ferkelproduktion.

Das vollständige Interview aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe (Ausgabe 10/2017) finden Sie hier.

Der Honigbiene in den Kopf geschaut

Der Honigbiene in den Kopf geschautInterview mit dem Neurobiologen Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel

Zu verstehen, wie ein Gehirn funktioniert, gilt als eine der vornehmsten Herausforderungen für die Wissenschaft. Seit den 1960ern widmet sich ihr der Berliner Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel. Er forscht an etwas sehr Kleinem: dem Bienenhirn.

 

Frage: Seit 50 Jahren teilen Sie Ihr Leben mit Bienen. Wie hat Sie das beeinflusst, Ihre Wahrnehmung, Ihren Blick auf die Welt?

Menzel: Die Welt ist nicht so, wie wir sie als Menschen sehen. Es gibt viele, so viele spannende Phänomene, die wir gar nicht wahrnehmen, die aber möglicherweise doch auf uns wirken – und essenziell für andere Tiere sind. Eine Biene sieht beispielsweise nicht nur den Himmel mit seinen Wolken, sondern vielzählige Muster, an denen sie sich orientieren kann. Mit ihren 7.000 Facettenaugen besitzt sie einen Rundumblick, wobei sie, anders als der Mensch, auch ultraviolettes Licht verarbeiten kann. Ihre Farbwahrnehmung ist anders. Nicht weniger bemerkenswert sind auch ihr Kommunikations- und Orientierungsvermögen, für die sie sich auch elektrostatischer Felder und Erdmagnetfelder bedient. Mir ist mit der Zeit diese andere Weltwahrnehmung so sehr in Fleisch und Blut übergangen, dass mir gar nicht mehr auffällt, wie sehr ich wieder für das Tier mitgedacht habe. Das geht mir dann erst im Gespräch mit einem anderen Menschen auf.

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Umgang mit Ereignis- und Krisenfällen im QS-System

qs-operatives-krisenmanagementEine konsequente Qualitätssicherung ist die beste Krisenprävention. Mit klaren Anforderungen und funktionierenden Kontrollmechanismen trägt QS dazu bei, dass Krisen gar nicht erst entstehen. Dennoch kann es vorkommen, dass es in Produktion und Vermarktung zu unvorhersehbaren Ereignissen kommt. Für diese Fälle hat QS ein umfassendes Ereignis- und Krisenmanagement aufgebaut.

 

Bei Krisenmeldungen oder relevanten Vorkommnissen unterstützt QS betroffene Systempartner dabei, schnelle und umfassende Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist es, jederzeit den Verbraucherschutz zu gewährleisten und Schaden von den betroffenen Unternehmen und der Systemkette als Ganzes abzuwenden. Für relevante Meldungen stellt QS den Systempartnern ein Ereignisfallblatt zur Verfügung.

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