Umgang mit Ereignis- und Krisenfällen im QS-System

qs-operatives-krisenmanagementEine konsequente Qualitätssicherung ist die beste Krisenprävention. Mit klaren Anforderungen und funktionierenden Kontrollmechanismen trägt QS dazu bei, dass Krisen gar nicht erst entstehen. Dennoch kann es vorkommen, dass es in Produktion und Vermarktung zu unvorhersehbaren Ereignissen kommt. Für diese Fälle hat QS ein umfassendes Ereignis- und Krisenmanagement aufgebaut.

 

Bei Krisenmeldungen oder relevanten Vorkommnissen unterstützt QS betroffene Systempartner dabei, schnelle und umfassende Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist es, jederzeit den Verbraucherschutz zu gewährleisten und Schaden von den betroffenen Unternehmen und der Systemkette als Ganzes abzuwenden. Für relevante Meldungen stellt QS den Systempartnern ein Ereignisfallblatt zur Verfügung.

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Mit Sicherheit durchs QS-Audit

audisituation-lupeIn jährlich über 40.000 QS-Audits beurteilen unabhängige Auditoren die Produktions- und Vermarktungsprozesse der am QS-Prüfsystem teilnehmenden Betriebe. Vor Ort überprüfen sie die Einhaltung von QS-Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben. Schwere Verstöße ziehen einen Entzug der QS-Zulassung nach sich und werden durch die Eröffnung eines Sanktionsverfahrens konsequent aufgearbeitet. So wird die Vertrauensbasis zwischen allen Beteiligten des QS-Systems gestärkt. Denn: Jeder muss sich auf die Leistung des anderen verlassen können.

So machen Sie Ihren Betrieb fit! 
Um die nächsten QS-Audits sicher zu bestehen, ist eine gewissenhafte Vorbereitung das A und O. Niemand kennt ihren Betrieb so gut wie Sie. Durch kritisches Ausfüllen der Eigenkontrollcheckliste können Defizite frühzeitig identifiziert und behoben werden. Die sorgfältige Vorbereitung aller Dokumente, die während des Audits überprüft werden, bringt nicht nur eine Zeitersparnis während des Audits, der Auditor kann sich auch ein besseres Bild von Ihrem Betrieb machen. Nach dem Audit ist vor dem Audit: Durch die fristgerechte Umsetzung von allen im Maßnahmenplan festgehaltenen Korrekturen sind Sie auch für das Folgeaudit bestens vorbereitet.

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QS-Sozialmodul FIAS: Sozialmanagement praxisgerecht nachweisen

Präsentation neuer Leitfaden QS-GAP Standard und Global G.A.P. für Obst- und GemüseherstellungRund 300.000 Saisonarbeiter in der Landwirtschaft kommen jedes Jahr in der Erntesaison nach Deutschland, um den erhöhten Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Speziell diese Arbeitsverhältnisse werden von einer kritischen Öffentlichkeit aufmerksam beobachtet. Mit dem QS-Sozialmodul FIAS wird das Sozialmanagement auf den Betrieben unabhängig geprüft. Damit können Unternehmen und Erzeugerbetriebe ihre Leistung für angemessene Arbeits-und Sozialbedingungen gegenüber interessierten Dritten dokumentieren.  

Die Freiwillige QS-Inspektion Arbeits- und Sozialbedingungen, kurz FIAS, wurde 2014 im Rahmen eines Pilotprojektes ins Leben gerufen. Aufgrund der Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels nach einer Bestätigung des betrieblichen Sozialmanagements der Lieferanten wurde von diesen der Wunsch geäußert, dazu eine praxisgerechte Lösung zu entwickeln, die insbesondere die spezifischen Belange der Erzeugerbetriebe berücksichtigt. Durch FIAS ist es QS-Systempartnern nun möglich, ihr Sozialmanagement nach einheitlichen Grundsätzen im Rahmen unabhängiger Inspektionen bestätigen zu lassen. Diesbezüglich kann auch der vom Handel oftmals geforderte Nachweis im Rahmen der üblichen QS-Kontrollen problemlos mit erbracht werden. Anforderungen, die im FIAS-Leitfaden festgelegt sind, umfassen z. B. neben der Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) und dem Vorliegen von Arbeitsverträgen auch die Bereitstellung und Beschaffenheit von Pausen- und Bereitschaftsräumen, Umkleidemöglichkeiten, Aufbewahrungsmöglichkeiten und die Einrichtung eines betrieblichen Beschwerdeverfahrens. Unterstützung bei der Umsetzung von FIAS bieten Arbeitshilfen, die auf der QS-Homepage heruntergeladen werden können. Weiterlesen

„Jetzt geht es darum, die Dinge bis zum Ende zu denken“

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff (Quelle: QS)

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff (Quelle: QS)

Fachtagung zum Verzicht auf betäubungslose Ferkelkastration – Vortrag von QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und QS veranstalteten am 9. Juni 2016 gemeinsam eine Fachtagung zum Thema Verzicht auf betäubungslose Ferkelkastration – Fahrplan bis 2019. Auf der Tagung in Berlin hielt QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff einen Vortrag, in dem er über die achtjährige Arbeit der Koordinierungsplattform „Verzicht auf betäubungslose Ferkelkastration“ resümierte. Gleichzeitig erläuterte er den rund 200 anwesenden Fachleuten aus der Land- und Fleischwirtschaft, der Fleischverarbeitung, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie aus Politik, Wissenschaft, Tierschutz und Tierärzteschaft, welche Herausforderungen angegangen werden müssen, um bis 2019 einen geordneten, aus Tierschutzsicht vertretbaren und für alle wirtschaftlich gangbaren Weg aus der chirurgischen Ferkelkastration ohne Betäubung zu erreichen. Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Vortrags:

Dr. Hermann-Josef Nienhoff über…

… die Diskussion zum Umsetzungsdatum 1. Januar 2019

„Jetzt geht es in den Endspurt. Der 1. Januar 2019 steht und das Umsetzungsdatum wird nicht infrage gestellt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt dürfen in Deutschland Ferkel nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden – eine jahrhundertealte, bewährte Praxis muss sich ändern. Jetzt kommt es darauf an, Planungssicherheit herzustellen, möglichst einen gemeinsamen Fahrplan abzustimmen – nicht zuletzt, damit wir in der Schweineproduktion und -vermarktung auch zukünftig vertrauensvoll und zuverlässig zusammenarbeiten können. Weiterlesen

“Du bist nicht allein” – Interview zur neueren Mikrobenlehre mit Dr. Bernhard Kegel

Neuere-Mikrobenlehre-KegelWer sich mit Dr. Bernhard Kegel unterhält, dem kann es zuweilen unheimlich werden. Seit 2013 beschäftigt sich der Naturwissenschaftler mit Bakterien und anderen Mikroben. Sie wurden international zu einem technikgetriebenen Forschungsgegenstand, der sich zurzeit selbst überholt. Auch wenn die Entwicklung noch in ihren Kinderschuhen steckt, ist heute schon klar: Jeder Mensch lebt im Austausch mit Millionen anderer Organismen. Sie bilden in jedem Einzelnen von uns ein hoch individuelles Biokonglomerat, von dem wir noch längst nicht wissen, was es mit uns – ganz persönlich – macht.

Es heißt, Mikrobiologen stellen derzeit unser biologisches Weltbild auf den Kopf. Worin liegt die Revolution?

Dr. Kegel: „Wir lebten bislang in der Annahme, die meisten Organismen, einschließlich des Homo sapiens, seien autarke Einzelwesen. Diese Vorstellung ist für uns eine Selbstverständlichkeit, für Wissenschaftler ebenso wie für Laien. Diese Selbstverständlichkeit entpuppt sich nun zunehmend als ein fundamentaler Denkfehler.“ Weiterlesen