Branchenlösung Initiative zum Tierwohl ist auf dem Weg

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff (Quelle: QS)

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff (Quelle: QS)

Auf der Frühjahrstagung der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. (ASG) in Münster am 21. Mai 2014 hat QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff zum aktuellen Stand der branchenweiten Initiative zum Tierwohl in der Schweine- und Geflügelproduktion berichtet. Vor den etwa 120 Teilnehmern skizzierte er, wie die Branche das Tierwohl gemeinsam verbessern wird. Hier folgt die Zusammenfassung des Vortrags:

Mit der branchenweiten Initiative zum Tierwohl für Schweine und Geflügel haben sich Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam zur Förderung einer tiergerechten und nachhaltigen Fleischerzeugung bekannt. Seit über einem Jahr arbeiten die Wirtschaftsbeteiligten mit Unterstützung von Experten aus Wissenschaft und Tierschutz an einem tragfähigen Konzept zur Umsetzung fachlich abgestimmter Kriterien für mehr Tierwohl. Am 5. September 2013 wurde die Absichtserklärung unterzeichnet: die Branchenlösung Initiative zum Tierwohl ist auf dem Weg.
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Herkunftsangabe für frisches Fleisch bald für weitere Tierarten obligatorisch

Ab dem 01.04.2015 muss in der EU beim Verkauf von Fleisch von Schweinen, Geflügel, Schafen und Ziegen an den Endverbraucher oder an Großverbraucher das Land der Aufzucht und Schlachtung des Tieres angegeben werden.

Grundlage für die Pflicht zur Herkunftskennzeichnung ist die im Dezember 2013 erlassene Durchführungsverordnung für die Angabe des Herkunftsortes  von frischem, gekühltem oder gefrorenem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch, verankert in der Verordnung (EG) 1169/2011. Diese ist umgangssprachlich besser bekannt unter der Bezeichnung Lebensmittelinformations-Verordnung. Hier sind weitreichende Änderungen der Informationspflichten für Lebensmittelunternehmer definiert.

Bei Rindfleisch ist die Angabe des Geburtslandes, des Mästungs- oder Aufzuchtlandes, des Landes der Schlachtung sowie des Landes der Zerlegung bereits durch die Rindfleischetikettierungspflicht basierend auf den EG-VO 1760/2000 und EG-VO 1825/2000 vorgeschrieben.

Mit der im Dezember vergangenen Jahres erlassenen Durchführungsverordnung wird die Herkunftsangabe nun auch für die Tierarten Schweine, Geflügel, Schafe und Ziegen in 2015 obligatorisch.

Bei steigenden Ansprüchen an die Rückverfolgbarkeit und Herkunftssicherheit haben Lebensmittelunternehmen mit dem stufenübergreifenden QS-System und anderen Programmen zur Umsetzung der Rindfleischetikettierung bereits die Basis zur Bewältigung dieser Aufgabe an der Hand. In den nächsten Monaten muss in intensiven Gesprächen mit den Wirtschaftsbeteiligten diskutiert werden, inwieweit die bevorstehenden Pflichten zur Herkunftskennzeichnung bei Schweinen, Geflügel, Schafen und Ziegen über bestehende Systeme oder Programme abgebildet werden können.

Salmonellen – mehr Probleme?

Entwicklung Kategorie III Betriebe (Quelle: QS)

Entwicklung Kategorie III Betriebe
(Quelle: QS)

Im Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe ist ein Interview (Ausgabe 45/2013) mit unserem Kollegen Thomas May erschienen. Darin äußert er sich zu den jüngsten Entwicklungen beim QS-Salmonellenmonitoring. Wir haben das Interview hier nochmal mit freundlicher Genehmingung des Wochenblatts veröffentlicht:

Wochenblatt: Jahrelang waren die Schweinehalter bei der Salmonellensanierung auf einem guten Weg: Der Anteil der Betriebe in der Kategorie 3 hatte sich 2011 auf 3 % halbiert. Doch seitdem steigen die Werte. Wo liegen sie aktuell? Weiterlesen

Antibiotikamonitoring: Erste Auswertungen für Mastschweinehalter

Ein Jahr nach Beginn der Datenerfassung erhalten die Mastschweinehalter im QS-System die ersten Auswertungen aus dem Antibiotikamonitoring. Zukünftig bekommt jeder Tierhalter von seinem Bündler einmal im Quartal einen individuellen Bericht zu seinem Antibiotikaeinsatz. Dieser gibt an, wie hoch der Therapieindex des Betriebes ist und ermöglicht einen Vergleich mit dem Durchschnitt aller Betriebe im QS-System. Aus den Informationen können Landwirte und Tierärzte gemeinsam Maßnahmen für das betriebliche Gesundheitsmanagement ableiten.

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Welttierschutztag 2013: Wirtschaft entwickelt den Tierschutz weiter

In vielen Ländern erinnern Tierschutzorganisationen heute am Welttierschutztag daran, verantwortungsvoll und nachhaltig mit Tieren umzugehen, auch in Deutschland. Hier nehmen die Wirtschaftsbeteiligten ihre Verantwortung seit langem ernst und entwickeln den Tierschutz stetig weiter. In den letzten Jahren haben sie dabei zahlreiche Meilensteine erreicht. Der jüngste ist die Branchenvereinbarung der Initiative zum Tierwohl. Spitzenvertreter aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmittelhandel haben sie Anfang September 2013 unterzeichnet. QS wurde beauftragt, den Abstimmungsprozess weiter zu koordinieren. Nachfolgend beantworten wir deshalb dazu einige Fragen: Weiterlesen