Interview mit QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff zum Thema Ferkelkastration

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff

QS-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff

Wird Deutschland ab 2019 durch das Ende der betäubungslosen Kastration von billigen Importferkeln überrollt? Dagegen stemmt sich QS, wie Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff im Interview erklärt.

Wochenblatt: Durch das Verbot der betäubungslosen Kastration ab 2019 steigen in Deutschland die Produktionskosten, während die europäische Konkurrenz weiterhin ohne Betäubung kastrieren darf. Da muss man doch nur zwei und zwei zusammenzählen, um vorauszusehen, dass die Exportwelle aus Holland oder Dänemark anschwillt.

Dr. Hermann-Josef Nienhoff: Zu diesem Ergebnis ist auch die Wirtschaft in einer Situationsanalyse gekommen, die wir im Herbst 2016 veröffentlicht haben. Darin werden deutliche Strukturveränderungen in der deutschen Schweinehaltung vorhergesagt, vor allem in der Ferkelproduktion.

Das vollständige Interview aus dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe (Ausgabe 10/2017) finden Sie hier.

Der Honigbiene in den Kopf geschaut

Der Honigbiene in den Kopf geschautInterview mit dem Neurobiologen Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel

Zu verstehen, wie ein Gehirn funktioniert, gilt als eine der vornehmsten Herausforderungen für die Wissenschaft. Seit den 1960ern widmet sich ihr der Berliner Neurobiologe Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel. Er forscht an etwas sehr Kleinem: dem Bienenhirn.

 

Frage: Seit 50 Jahren teilen Sie Ihr Leben mit Bienen. Wie hat Sie das beeinflusst, Ihre Wahrnehmung, Ihren Blick auf die Welt?

Menzel: Die Welt ist nicht so, wie wir sie als Menschen sehen. Es gibt viele, so viele spannende Phänomene, die wir gar nicht wahrnehmen, die aber möglicherweise doch auf uns wirken – und essenziell für andere Tiere sind. Eine Biene sieht beispielsweise nicht nur den Himmel mit seinen Wolken, sondern vielzählige Muster, an denen sie sich orientieren kann. Mit ihren 7.000 Facettenaugen besitzt sie einen Rundumblick, wobei sie, anders als der Mensch, auch ultraviolettes Licht verarbeiten kann. Ihre Farbwahrnehmung ist anders. Nicht weniger bemerkenswert sind auch ihr Kommunikations- und Orientierungsvermögen, für die sie sich auch elektrostatischer Felder und Erdmagnetfelder bedient. Mir ist mit der Zeit diese andere Weltwahrnehmung so sehr in Fleisch und Blut übergangen, dass mir gar nicht mehr auffällt, wie sehr ich wieder für das Tier mitgedacht habe. Das geht mir dann erst im Gespräch mit einem anderen Menschen auf.

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Umgang mit Ereignis- und Krisenfällen im QS-System

qs-operatives-krisenmanagementEine konsequente Qualitätssicherung ist die beste Krisenprävention. Mit klaren Anforderungen und funktionierenden Kontrollmechanismen trägt QS dazu bei, dass Krisen gar nicht erst entstehen. Dennoch kann es vorkommen, dass es in Produktion und Vermarktung zu unvorhersehbaren Ereignissen kommt. Für diese Fälle hat QS ein umfassendes Ereignis- und Krisenmanagement aufgebaut.

 

Bei Krisenmeldungen oder relevanten Vorkommnissen unterstützt QS betroffene Systempartner dabei, schnelle und umfassende Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist es, jederzeit den Verbraucherschutz zu gewährleisten und Schaden von den betroffenen Unternehmen und der Systemkette als Ganzes abzuwenden. Für relevante Meldungen stellt QS den Systempartnern ein Ereignisfallblatt zur Verfügung.

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Mit Sicherheit durchs QS-Audit

audisituation-lupeIn jährlich über 40.000 QS-Audits beurteilen unabhängige Auditoren die Produktions- und Vermarktungsprozesse der am QS-Prüfsystem teilnehmenden Betriebe. Vor Ort überprüfen sie die Einhaltung von QS-Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben. Schwere Verstöße ziehen einen Entzug der QS-Zulassung nach sich und werden durch die Eröffnung eines Sanktionsverfahrens konsequent aufgearbeitet. So wird die Vertrauensbasis zwischen allen Beteiligten des QS-Systems gestärkt. Denn: Jeder muss sich auf die Leistung des anderen verlassen können.

So machen Sie Ihren Betrieb fit! 
Um die nächsten QS-Audits sicher zu bestehen, ist eine gewissenhafte Vorbereitung das A und O. Niemand kennt ihren Betrieb so gut wie Sie. Durch kritisches Ausfüllen der Eigenkontrollcheckliste können Defizite frühzeitig identifiziert und behoben werden. Die sorgfältige Vorbereitung aller Dokumente, die während des Audits überprüft werden, bringt nicht nur eine Zeitersparnis während des Audits, der Auditor kann sich auch ein besseres Bild von Ihrem Betrieb machen. Nach dem Audit ist vor dem Audit: Durch die fristgerechte Umsetzung von allen im Maßnahmenplan festgehaltenen Korrekturen sind Sie auch für das Folgeaudit bestens vorbereitet.

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QS-Sozialmodul FIAS: Sozialmanagement praxisgerecht nachweisen

Präsentation neuer Leitfaden QS-GAP Standard und Global G.A.P. für Obst- und GemüseherstellungRund 300.000 Saisonarbeiter in der Landwirtschaft kommen jedes Jahr in der Erntesaison nach Deutschland, um den erhöhten Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Speziell diese Arbeitsverhältnisse werden von einer kritischen Öffentlichkeit aufmerksam beobachtet. Mit dem QS-Sozialmodul FIAS wird das Sozialmanagement auf den Betrieben unabhängig geprüft. Damit können Unternehmen und Erzeugerbetriebe ihre Leistung für angemessene Arbeits-und Sozialbedingungen gegenüber interessierten Dritten dokumentieren.  

Die Freiwillige QS-Inspektion Arbeits- und Sozialbedingungen, kurz FIAS, wurde 2014 im Rahmen eines Pilotprojektes ins Leben gerufen. Aufgrund der Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels nach einer Bestätigung des betrieblichen Sozialmanagements der Lieferanten wurde von diesen der Wunsch geäußert, dazu eine praxisgerechte Lösung zu entwickeln, die insbesondere die spezifischen Belange der Erzeugerbetriebe berücksichtigt. Durch FIAS ist es QS-Systempartnern nun möglich, ihr Sozialmanagement nach einheitlichen Grundsätzen im Rahmen unabhängiger Inspektionen bestätigen zu lassen. Diesbezüglich kann auch der vom Handel oftmals geforderte Nachweis im Rahmen der üblichen QS-Kontrollen problemlos mit erbracht werden. Anforderungen, die im FIAS-Leitfaden festgelegt sind, umfassen z. B. neben der Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) und dem Vorliegen von Arbeitsverträgen auch die Bereitstellung und Beschaffenheit von Pausen- und Bereitschaftsräumen, Umkleidemöglichkeiten, Aufbewahrungsmöglichkeiten und die Einrichtung eines betrieblichen Beschwerdeverfahrens. Unterstützung bei der Umsetzung von FIAS bieten Arbeitshilfen, die auf der QS-Homepage heruntergeladen werden können. Weiterlesen